Die Insel
28 02 2012Bin wieder auf den Weg zurück nach Buenos Aires.
Als erstes will ich nochmals über die hiesige Weggehkultur aufklären. Es soll ja keiner denken, dass ich ein Weichei bin. Aber so langsam komme ich zu dem Schluss, dass Argentinier nicht schlaffen. Um einmal zu veranschaulichen wie das hier so läuft beschreibe ich z.B. mal den Freitagabend (Fito Paez Konzert). Verabredet waren wir um 6 Uhr um zu der ersten Band zu gehen. Nun ja 3 Stunden später waren dann alle soweit und es ging los (in Argentinien verabredet man sich grundsätzlich 2 Stunden früher, dies wird schon eingerechnet. Wenn man pünktlich kommt, ist das unhöflich, naja da kann ich mich noch leicht anpassen.). Wie schon gesagt waren wir dann auf dem Konzert und dem Tangotanzabend. Anschließend (3 Uhr) waren alle ein bisschen unschlüssig wo es hin geht und wir haben erst mal ein paar Bierchen in der Hostel gekauft. Um die Uhrzeit sind Diskotheken hier eh leer. Viele sind gerade einmal mit dem Abendessen fertig. Um 5 hatte ich keine Lust mehr und bin ins Bett. Dort machen sich grade zwei Jungs fertig um auszugehen. Um 6 war dann endlich Ruhe und ich war der einzige in der Hostel der schon so früh ins Bett ging. Irgendwie kann ich mich nicht an diesen Rhythmus anpassen. Was noch schlimmer ist, die stehen noch vor mir auf.
Am Samstag habe ich mich zusammen mit den zwei Belgierinnen auf den Weg zu einer Insel mit Campingplatz gemacht. Die Insel ist nahe der Stadt aber nur mit einem Boot zu erreichen. Der Fluss ist der 3 größte der Welt wodurch sich das ganze ein bisschen wie am Meer anfühlt. Direkt neben der Anlegestelle haben wir Leo den Ladenbesitzer und Hugo den Eisverkäufer getroffen (die Belgierinnen waren schon letzte Woche hier). Nach dem sie uns auf 5 Bier eingeladen hatten ging es mit dem Boot von Leo weiter zum Campingplatz. Es sind zwar nur 200 Meter aber was solls. Die Gastfreundschafft hier ist wirklich überwältigend. Kaum auf dem Campingplatz angekommen hatte uns auf schon eine Familie (insgesamt waren es Freunde Verwandt usw.) zum Essen eingeladen (natürlich Asado). Und so hat man die Nacht am Lagerfeuer sitzend verbracht (bis zum Sonnenaufgang, Argentinier brauchen keinen Schlaff). Da wir nicht wirklich was zu Essen mitgenommen hatten, haben wir sehr viele Einladungen ob zum Mate am Morgen, Mittagessen usw. angenommen. Insgesamt ist es so das alles was da ist Gemeinschaftsgut ist und so teilt man halt. Wobei ich nach einer gewissen Zeit schon ein schlechtes Gewissen hatte. Konnte auch ein bisschen Kajak fahren mit dem Boot der Familie. Und in Beachevollyball sind die Argentinier richtig gut. Die kleine Tochter hat mir ein bisschen Nachhilfeunterricht in Spanisch gegeben. Angeblich habe ich einen Japanischen Akzent. Gestern Abend gab es noch ein Konzert von den Pelotas am gegenüberliegenden Ufer. So habe ich nun schon 2 der 3 bekanntesten Rock National Band gesehen.
Die gesamten Tage haben ich ausschließlich Spanisch gesprochen (selbst mit den Belgieren wobei eine fließen Spanisch sprach). Mein Hauptproblem ist das ich die Argentinier nicht verstehe und die mich auch nicht. wodurch es nicht gerade möglich ist flüssige Gespräche hinzubekommen. So bin ich, obwohl ich sehr viel Menschen treffen, in einer Art Kommunikationsvakuum. Natürlich kann ich einfach Tätigkeit beschreiben und nach Sachen fragen aber in einem normalen Gespräche ist das ja nicht so wichtig, ich glaube ich brauche noch mehr Spanischunterricht. Werde versuchen eine Schule in Patagonien zu finden.
Schöne Grüße
Jan













Mensch Jan,
die Gerüchte stimmen tatsächlich: Du pflegst deinen Blog. Und das auch noch regelmäßig. Macht Spass, deine Berichte zu lesen und die Bilder machen durchaus neidisch. Lass es dir gut gehen. Viele Grüße, Norbert
Lieber Jan ,
heute haben wir den Gebutstag von Silvia gefeiert. Wir haben gesungen….,Happy Birthday, Käse-Sahne Torte gegessen, Nuss-Kirschkuchen verputzt,leckere Tasse Kaffee dazu getrunken und natürlich von Deinen schönen Geschichten erzählt. Hat Spaß gemacht. Alle vermissen Dich und freuen Sich über weitere spannende Reiseberichte.
Lieber Jan,
wir lesen hier regelmäßig mit und lassen Dir heute all unsere guten Wünsche da.
Lerne weiter das Land, die Menschen und ihre Sprache kennen. Du machst das super und wir freuen uns mit Dir.
Deine 5 aus Burgaltendorf.
Hallo Jan,
viele Grüße senden Dir Claus, Marion, Cedric, Mara & Cathi.
Wir lesen hier regelmäßig mit und freuen uns über Deine aufgeschriebenen Erlebnisse und die Bilder. Danke… weiter so… und viel Spaß noch!